Die Valoren des Sensorenherstellers Sensirion fielen am Montag um 3,06 Prozent auf 69,80 Franken. Damit ging der ab dem 20. März gesehene Aufwärtstrend wenigstens vorläufig zu Ende.

In dieser rund einmonatigen Phase erzielten die Valoren von Sensirion einen Kursgewinn von 32,8 Prozent und landeten beim Stand von 72 Franken auf dem höchsten Wert seit August 2025 - also auf einem Acht-Monate-Hoch. Zum Vergleich: Der Swiss Performance Index (SPI) kletterte im gleichen einmonatigen Zeitraum um 9,7 Prozent nach oben.

Der Rücksetzer der Sensirion-Valoren zum Auftakt der aktuellen Handelswoche hat zwei Gründe. Zum einen nahmen die Anleger Gewinne mit, die sich durch den zügigen Aufstieg der vergangenen Wochen ergeben hatten.

Zum anderen werden die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten auf die Titel des in Stäfa beheimateten Technologieunternehmens gedrückt haben. Am Freitag kehrte zwar noch Erleichterung ein, als die Öffnung der für die Weltwirtschaft wichtigen Strasse von Hormus bekannt wurde. Doch schon am Samstag folgte die Meldung, die Meerenge sei wieder blockiert. Es machten sich sodann Zweifel breit, ob der Iran-Konflikt schon bald nachhaltig beigelegt wird oder doch immer weiter anhält. Und so misslang insbesondere den als zyklisch geltenden Titeln der Start in die laufende Börsenwoche weitgehend.

Indes werden die Anleger im Nachrichten-Fluss nicht nur Meldungen zum Nahen Osten, sondern auch positive Einschätzungen zu Sensirion finden. Schon im März sah der zuständige Analyst der UBS weiteres erhebliches Aufwärtspotenzial. Er senkte zwar das Kursziel um 3 Franken auf 83 Franken, ist damit aber noch klar über dem damaligen sowie dem aktuellen Aktienpreis geblieben. Zudem bestätigte er das «Buy»-Rating.

Zurückhaltender schätzen die Experten der Bank Vontobel und der Bank Berenberg die Valoren von Sensirion ein. Beide Finanzinstitute stufen den Titel mit «Hold» ein. Berenberg sieht das Kursziel bei 70 Franken, Vontobel bei 72 Franken.

Demnach ist es nicht notwendig, die Aktien des Sensorenherstellers weiter zu verkaufen. Sie können den Analystenprognosen zufolge mittelfristig durchaus Platz in den Anleger-Portfolios haben.

Reto Zanettin
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