Um 30 Prozent auf gut 500 Franken sind die Aktien des Technologieunternehmens VAT im laufenden Jahr schon gestiegen. Sie haben sich somit dem Rekordstand von 528 Franken angenähert, den sie im Laufe des Handels an einem Tag im Juli 2024 markiert hatten.
Angesichts dessen stellt sich die Frage, ob die Valoren noch Luft nach oben haben oder schon ausgereizt sind. Noch Luft nach oben haben sie laut der aktuellsten Einschätzung der Bank Vontobel. Der zuständige Analyst, Michael Foeth, zieht das Preisziel auf 530 von 495 Franken hoch und stuft die Aktie des Vakuumventilherstellers mit «Buy» ein. Das neue Kursziel bedeutet das mittelfristige Erreichen eines neuen Allzeithochs.
Der Experte begründet seine Zuversicht mit einer erhöhten Umsatz- und Gewinnprognose, die wiederum auf die Umsatz- und Auftragsentwicklung der VAT Group sowie auf Investitionspläne des Chipherstellers TSMC sowie des Speicherherstellers Micron zurückgeht. «Zu Beginn dieses wichtigen Investitionszyklus empfehlen wir, über die geschäftskritischen Zulieferer in der Halbleiterausrüstungsindustrie engagiert zu bleiben», schreibt Foeth. VAT ist denn auch einer der Vontobel-Favoriten für 2026.
TSMC hatte am Donnerstag starke Zahlen vorgelegt und zudem noch massivere Investitionen angekündigt. Sie sollen im Jahr 2026 um mehr als 30 Prozent auf 52 bis 56 Milliarden Dollar steigen.
Nicht alle Experten sind derart optimistisch für VAT wie der Vontobel-Spezialist. Goldman Sachs sieht die Aktie bei 411 Franken, Jefferies sogar bei nur 325 Franken. Der Konsens beträgt 395 Franken. Demnach werden die Valoren in den nächsten zwölf Monaten deutlich zurückfallen, es sei denn, das Gros der Experten folgt Foeth und der Bank Vontobel und revidiert die Prognose nach oben.
Am Freitag jedenfalls profitiert VAT nicht von der aktuellen Vontobel-Einschätzung. Die Titel legen im Verlauf des Morgenhandels mit minus 0,6 Prozent den Rückwärtsgang ein.
(cash)
