Der Franken zeigt sich am Freitag gegen den Euro fester: Das Währungspaar Euro/Franken erreicht am späteren Freitagnachmittag einen Wert von 0,9061. Das ist ein Rekord, sieht man einmal ab von den Währungsturbulenzen bei der Aufhebung der Kursuntergrenze im Januar 2015. Zum Dollar steigt der Franken am Freitag bis auf 0,7697.

Händler verweisen auf den Konflikt zwischen den USA und dem Iran. Einerseits habe China seine Bürger dazu aufgerufen, den Iran zu verlassen. Andererseits habe die USA den Botschaftsangehörigen in Israel geraten, auszureisen.

Am Morgen hatten sich Marktteilnehmer nach den gestrigen Gesprächen noch eher zuversichtlich gezeigt. "Die Situation im Nahen Osten verspannt sich derzeit wieder. Das ruft die Flucht in die sicheren Häfen und damit auch den Franken hervor", sagte ein Händler. Auch Gold und Silber legten sprungartig zu auf zuletzt 5218 bzw. 92,09 US-Dollar pro Unze.

Die Inflationsrate in Deutschland ist im Februar zudem überraschend unter die Zwei-Prozent-Marke ‌gefallen. ⁠Die Europäische Zentralbank werde damit vorerst an ihrem eingeschlagenen Kurs festhalten, erwartet ‌der Chefvolkswirt der VP Bank, Thomas Gitzel. Die EZB hat ihren Leitzins von Mitte ‌2024 bis Mitte 2025 achtmal auf aktuell zwei Prozent gesenkt, weil der Preisdruck insgesamt nachgelassen hat. Seither wurde er nicht mehr angetastet.

Am Morgen wurde zwar ein deutlicher Anstieg der Inflation in Frankreich gemeldet. Im Februar legten die für europäische Vergleichszwecke berechneten Konsumentenpreise im Jahresvergleich um 1,1 Prozent zu. Im Januar hatte die Teuerung nur bei 0,4 Prozent gelegen. Auch in Spanien hat sich die Inflation etwas verstärkt. Hier liegt die Jahresrate mit 2,5 Prozent über der von der Europäischen Zentralbank (EZB) anvisierten Zielmarke von mittelfristig zwei Prozent.

(cash)