Die europäischen Nato-Staaten wollen am Dienstag in Ankara Rüstungsgeschäfte ‌im ⁠Wert von mehreren zehn Milliarden Dollar ankündigen, ⁠um vor einem Gipfeltreffen mit US-Präsident Donald Trump ‌ihre gestiegenen Verteidigungsausgaben zu demonstrieren. ‌Die europäischen Regierungen wollen ​die Abkommen auf einem Forum der Nato-Verteidigungsindustrie bekanntgeben, bevor Trump zu dem Gipfel anreist. Das Treffen der Militärallianz beginnt am Dienstagabend ‌mit einem Abendessen.

Nato-Generalsekretär Mark Rutte sagte am Montag, die Europäer hätten ihre Verteidigungsausgaben «atemberaubend» erhöht. Dies ​sei teils aus Angst vor ​Russland geschehen, aber auch, ​weil Trump sie «extrem energisch» dazu ermutigt habe. Trump ‌wirft den europäischen Regierungen seit langem vor, sich bei ihrer Verteidigung zu sehr auf ​die ​USA zu ⁠verlassen.

Zuletzt hatte Trump seine ​Kritik erneuert und ⁠den Verbündeten vorgeworfen, die USA im ‌Krieg gegen den Iran nicht ausreichend unterstützt zu haben.

(Reuters)