Das Nato-Mitglied Türkei ist erstmals von den Kampfhandlungen direkt betroffen. Nato-Luftabwehrsysteme zerstören nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Ankara eine iranische ballistische Rakete. Das Geschoss sei auf dem Weg in den türkischen Luftraum gewesen. Trümmerteile der Abfangrakete seien in ‌der südöstlichen Provinz Hatay niedergegangen, Verletzte gebe ⁠es nicht. Die Türkei werde sich mit ihren Bündnispartnern beraten und behalte sich das Recht auf Gegenmassnahmen vor.

Die Nato verurteilt das Vorgehen des Iran scharf, nachdem das Verteidigungsministerium in Ankara mitgeteilt hat, dass die Türkei mit einer Rakete aus dem Iran beschossen worden sei. Das Bündnis stehe fest an der Seite aller Alliierten, also auch der Türkei, erklärt eine Nato-Sprecherin weiter. Das türkische Aussenministerium legt Diplomatenkreisen zufolge zudem Protest bei dem iranischen Aussenministerium ein. Die vom Iran aus gestartete Rakete war nach türkischen Angaben auf die Türkei gerichtet, sei aber von der Nato-Flugabwehr abgefangen worden.