Der Reingewinn sank im ersten Semester 2026 im Vergleich zum Vorjahr um 35 Prozent auf 46 Millionen Euro, wie das an der SIX kotierte deutsch-schweizerische Unternehmen am Montag mitteilte. Der Betriebsertrag sank um 18 Prozent auf 662 Millionen.
Seit Mitte Juli waren bereits Eckdaten zum operativen Ergebnis bekannt: Der Betriebsgewinn (EBIT) sank wie bereits in Aussicht gestellt um 25 Prozent auf 68 Millionen Euro. Als Hauptursache wurde genannt, dass die eigene Stromerzeugung auf einem deutlich tieferen Niveau vermarktet wurde.
Geringe Wassermenge belastet
Zusätzlich hätte eine unterdurchschnittliche Wasserführung am Hochrhein und im Wallis und eine daraus resultierende geringere Stromproduktion der Wasserkraftwerke das Ergebnis belastet. Sie lag sowohl am Hochrhein (-22 Prozent) als auch im Wallis (-6,5 Prozent) unter dem jeweiligen zehnjährigen Mittelwert.
Im Gegensatz zum Vorjahr sei es jedoch zu keinen externen geologischen Ereignissen mit Produktionsausfällen gekommen, so Naturenergie. Im Wallis war es im Vorjahreszeitraum aufgrund von Naturereignissen zeitweise zu Ausfällen der Wasserkraftwerke gekommen.
Der Strom- und Gasabsatz sank im Berichtszeitraum um 9,9 Prozent auf 3362 Millionen Kilowattstunden, wie es am Montag weiter hiess.
Investitionen in Stromnetze
Die Prognosen für das Gesamtjahr 2026 wurden am Montag wie vor rund zwei Wochen noch einmal bestätigt: Der EBIT soll bei rund 120 Millionen zu liegen kommen, und die Bruttoinvestitionen werden bei über 180 Millionen erwartet. Letzteres «trotz anspruchsvoller Rahmenbedingungen, insbesondere im Zusammenhang mit Genehmigungsverfahren, Ressourcenverfügbarkeit und wirtschaftlichen Unsicherheiten».
Die Bruttoinvestitionen beliefen sich laut Naturenergie im ersten Halbjahr 2026 auf rund 66 Millionen Euro nach 74 Millionen im Vorjahr. Der grösste Anteil floss in das Segment systemrelevante Infrastruktur.
(AWP)

