Die Aktie von Nestlé legte im frühen Handel am Mittwoch bis 4,5 Prozent zu. Das war zeitweise der grösste Tagesgewinn seit Oktober. Derzeit notieren die Aktien 2,6 Prozent höher bei 80,46 Franken. Das ist der höchste Stand seit dem 21. November.
Der weltgrösste Nahrungsmittelhersteller hat mit seinen Jahreszahlen wachstumsmässig die Erwartungen geschlagen. Zudem hat der Konzern sein im Rahmen der Erwartungen ausgefallenes Strategie-Update vorgestellt und auch Änderungen im Verwaltungsrat vorgenommen. Hier sind die Einschätzungen von Experten:
Zürcher Kantonalbank
«Das Zahlenset 2025 und die Guidance 2026 dürften etwas mehr Zuversicht geben», schreibt die Zürcher Kantonalbank (ZKB). Die ZKB habe in ihrer Vorschau Mitte Januar geschrieben, dass viele institutionelle Investoren bei Nestlé noch vorsichtig positioniert seien, weshalb es wenig brauche für eine Kursgegenbewegung. Unterstützend sei auch die attraktive Dividendenrendite von 4 Prozent. Der faire Wert der Aktie liege bei 102 Franken.
Bernstein
«Nestlé hat solide Zahlen vorgelegt. Sie widersprechen den pessimistischen Prognosen der letzten Wochen im Zuge der Säuglingsnahrungskrise.»
Jefferies
«Die Veröffentlichung der Geschäftszahlen war mit grossen Erwartungen und Unsicherheiten verbunden. Der CEO hat die meisten wichtigen Kennzahlen und Ziele unverändert gelassen. Die Prognose für das organische Umsatzwachstum im Geschäftsjahr 2026 ist konstruiert, scheint aber ein Wachstum von etwa 3 Prozent zu beinhalten. Die Margenverbesserungen und Dividendenerhöhungen werden weiterhin im Fokus des Managements stehen. Es gibt keine wesentlichen Änderungen im Strategieupdate.»
Morgan Stanley
«Das besser als erwartete Ergebnis des vierten Quartals wird Zuversicht geben, dass die Trendwende auf Kurs ist.»
RBC Capital Markets
«Der Strategieplan bedarf einiger Analyse, konzentriert sich aber auf Kaffee, Tiernahrung und Ernährung - wodurch Nestlé Health Sciences integriert wird - und veräussert die verbleibenden Eiscreme- und überschüssigen Lebensmittel- und Snackmarken.»
(cash/Bloomberg)
