Wie die «Financial Times» am Mittwoch unter Berufung auf mit den Plänen vertraute Personen berichtete, soll der Konzern künftig auf die Säulen Kaffee, Tiernahrung, Ernährung und Gesundheit sowie Lebensmittel und Snacks fokussieren. Dies soll die Zusammenarbeit innerhalb der komplexen Struktur von Nestlé stärken. Teams sollen sich mit neuen Produktinnovationen schneller an sich wandelnde Konsumententrends anpassen.
Bislang ist Nestlé primär nach Regionen organisiert - Amerika, Europa und Asien sowie Ozeanien und Afrika - und zusätzlich in sechs sogenannte strategische Geschäftseinheiten gegliedert. Daneben bestehen drei global geführte Sparten, darunter Nespresso, Health Science und das zum Verkauf stehende Wassergeschäft. Trotz der neuen Ausrichtung sollen die regionalen Einheiten weiterhin eine zentrale Rolle spielen, hiess es im Bericht.
Nestlé lehnte gegenüber der Zeitung eine Stellungnahme ab.
Navratil hatte seit seinem Amtsantritt im September bereits ein Restrukturierungsprogramm mit bis zu 16'000 Stellenstreichungen - knapp 6 Prozent der Belegschaft - innerhalb von zwei Jahren gestartet. Er begründete dies unter anderem damit, die Strukturen des Unternehmens verschlanken zu wollen.

