Beide Partner werden je die Hälfte an dem Joint Venture halten. Mit dem Teilverkauf nimmt Nestlé 2,8 Milliarden Franken ein, wie der Nahrungsmittelkonzern am Donnerstag mitteilte. Die Transaktion ist keine Überraschung: Nestlé hatte bereits 2024 angekündigt, sich vom Wassergeschäft trennen zu wollen. Die Sparte wurde im vergangenen Jahr organisatorisch ausgegliedert, Anfang 2026 bestätigte der Konzern den laufenden Verkaufsprozess. Am Vorabend hatte die «Financial Times» bereits berichtet, ein Deal mit Platinum Equity stehe kurz bevor.
Die Transaktion stehe noch unter dem Vorbehalt von Mitarbeiter-Konsultationsprozessen sowie regulatorischen Genehmigungen und soll bis im ersten Halbjahr 2027 abgeschlossen sein, hiess es im Communiqué.
Das Wassergeschäft war schon länger ein Sorgenkind von Nestlé. Belastet wird das Geschäft unter anderem durch den Skandal um unzulässige Aufbereitungsmethoden bei Mineralwasser in Frankreich. Das Wassersegment steuerte im vergangenen Jahr rund 3,5 Milliarden Franken oder knapp 4 Prozent zum Konzernumsatz bei.
Die Auslagerung in ein Gemeinschaftsunternehmen ist Teil des Konzernumbaus unter dem neuen Nestlé-Chef Philipp Navratil. Nestlé will sich auf weniger Geschäftsfelder konzentrieren und sucht auch einen Käufer für Teile seines Vitamin- und Nahrungsergänzungsgeschäfts.
(AWP)

