Betroffen seien bestimmte Chargen ‌von ‌Produkten der Marken Beba und Alfamino, hiess es in einer Mitteilung von Nestle Deutschland. «Nach der Feststellung eines Qualitätsproblems bei ​einer Zutat eines führenden Lieferanten führt ‌Nestlé derzeit Prüfungen für ‌alle potenziell betroffenen Säuglingsnahrungsprodukte durch», wie der Konzern in einer separaten Stellungnahme am Dienstag erklärte. Ein Nestle-Sprecher ergänzte, der Rückruf fine in mehreren Ländern auf mehreren Kontinenten ⁠statt. In Europa gehörten neben Deutschland auch Österreich, die Schweiz und Grossbritannien dazu.

Der Rückruf sei eine Vorsichtsmassnahme, da ​eine Zutat eines Zulieferers, die in den ‌betroffenen Chargen verwendet worden sei, möglicherweise ‍den von Bakterien produzierten Giftstoff Cereulid enthalte, so Nestle. Das ​Gift kann Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und starke Müdigkeit auslösen. Bislang sind Nestle zufolge keine Erkrankungen oder Symptome im ‌Zusammenhang mit dem Verzehr der ⁠betroffenen Produkte bestätigt worden.

«Insgesamt betrifft ‌der Rückruf über 800 Produkte aus mehr als zehn Nestlé-Werken – es ist ‍die grösste Rückrufaktion in der Unternehmensgeschichte», hiess es in einer Mitteilung des österreichischen Gesundheitsministeriums. Ein ​Nestle-Sprecher konnte diese Angaben nicht bestätigen.

(Reuters)