Das Auftreten in Südafrika sei inzwischen ebenfalls dokumentiert, erklärte die WHO-Expertin Maria Van Kerkhove diese Woche in ihrer ersten Stellungnahme zu dem Virus-Typ. Zuvor sei dieser in Israel, den USA und Grossbritannien gefunden worden. Der erste Nachweis erfolgte am 24. Juli in Dänemark.

Der Omikron-Ableger weist mehr als 35 Mutationen in Schlüsselbereichen des Virus im Vergleich zu der in diesem Jahr meist führenden Variante XBB.1.5 auf.

Mehrere Wissenschaftler erklärten zu BA.2.86, die Variante müsse zwar beobachtet werde. Eine verheerende Welle von Erkrankungen und Todesfällen sei jedoch angesichts der weltweit aufgebauten Immunität durch Impfungen und frühere Infektionen nicht zu erwarten.

«Wir befinden uns in einer ganz anderen Phase (der Pandemie) als wenn dies im ersten Jahr aufgetaucht wäre», sagte die niederländische Virologin Marion Koopmans.

Auf "Blick"-Nachfrage äussert sich das Bundesamt für Gesundheit (BAG) zur Lage in der Schweiz: Die Viruslast im Abwasser liege in den meisten Anlagen auf niedrigem Niveau. Seit Mitte August beobachtet das BAG allerdings einen leicht steigenden Trend, der mit einer Zunahme an Spitalaufnahmen einhergehe.

(Reuters/cash)