Die Rendite der zehnjährigen Bonds kletterte auf 4,570 Prozent von 4,541 Prozent am Freitag. Die der 30-jährigen Papiere überschritt die psychologisch wichtige Marke von fünf Prozent.
Ein solches Renditeniveau bei langlaufenden Anleihen gilt als Schwelle, bei der Anleger tendenziell Gelder aus Aktien in festverzinsliche Wertpapiere umschichten. Angefacht wurden die Sorgen von den Ölpreisen, die vergangene Woche angesichts der Eskalation im Konflikt mit dem Iran um mehr als 15 Prozent zugelegt hatten
Damit trat die positive Überraschung bei den jüngsten US-Inflationsdaten in den Hintergrund. Diese hatten noch für eine leichte Entspannung bei den Zinserwartungen gesorgt. An den Finanzmärkten wird für die Sitzung der US-Notenbank Fed im Juli zwar keine Zinserhöhung erwartet, jedoch ist bis zum Jahresende mittlerweile mindestens eine Zinserhöhung eingepreist.
Höhere Zinsen machen neue Anlagen attraktiver, weshalb die Kurse bestehender Anleihen mit geringerer Verzinsung fallen. «Es bleibt schwierig, weitere Massnahmen der US-Notenbank Fed vollständig aus den Kursen auszupreisen», schrieben die Strategen der britischen Grossbank Barclays.
(Reuters)

