‌Wie ⁠das Leverkusener Unternehmen am Mittwoch mitteilte, zeigen neue Analysen ⁠der Phase-III-Studie, dass das Medikament bei bestimmten Patienten nicht nur das Risiko ‌von erneuten Schlaganfällen, die durch verstopfte Blutgefässe verursacht ‌wurden, senkt, sondern auch ​deren Schwere und die damit einhergehenden Behinderungen verringert. Im Februar hatte Bayer Daten vorgelegt, wonach Asundexian das Risiko eines erneuten Schlaganfalls um 26 Prozent reduziert. Den neuen Auswertungen zufolge traten ‌unter dem Wirkstoff weniger Schlaganfälle auf als in einer Kontrollgruppe, zudem sank der Bedarf an akuten Eingriffen. Dabei erhöhte sich ​das Risiko für Blutungen im Vergleich zu ​einem Placebo nicht.

Für Bayer ist ​der Erfolg des Medikaments von entscheidender strategischer Bedeutung. Der Konzern muss in ‌seiner Pharmasparte den Wegfall des Patentschutzes für den umsatzstarken Blutverdünner Xarelto verkraften. Bayer traut Asundexian Blockbuster-Potenzial zu, also einen jährlichen ​Spitzenumsatz von mehr ​als einer Milliarde Euro. ⁠Ursprünglich hatte sich das Unternehmen Erlöse ​von mehr als ⁠fünf Milliarden Euro erhofft. Dieser Ausblick war jedoch hinfällig ‌geworden, nachdem der Wirkstoff 2023 in einer Studie zur Behandlung von Patienten mit Vorhofflimmern gescheitert war. Derzeit ‌befindet sich der Konzern in Gesprächen mit Gesundheitsbehörden ​weltweit, um eine Marktzulassung zu erreichen.

(Reuters)