Kraft-Heinz-CEO Steve Cahillane schickt mit dem Entscheid, den Konzern nicht aufzuspalten, ‌die Aktie ⁠auf Talfahrt. Die Probleme des Unternehmens seien «behebbar und unter ⁠unserer Kontrolle», sagte sagte Cahillane am Mittwoch. Alle Ressourcen müssten sich nun ‌darauf konzentrieren, das Geschäft wieder auf einen ‌profitablen Wachstumskurs zu bringen. Die Aktie ​von Kraft Heinz gab im vorbörslichen US-Handel um rund fünf Prozent nach.

«Daher halten wir es für umsichtig, die Arbeit im Zusammenhang mit der Trennung zu pausieren», sagte der erst im Januar ‌angetretene Cahillane. Der Konzern hatte im September Pläne für eine Aufspaltung in zwei Unternehmen angekündigt – eines für Lebensmittel und eines für Sossen ​und Aufstriche. Die Fusion von Kraft und Heinz ​vor einem Jahrzehnt hatte nie ​das erwartete Wachstum gebracht. Der Branchenveteran Cahillane, ehemals Chef von Kellogg, war eigens für ‌die Umsetzung der Trennung an Bord geholt worden, die Ende 2026 abgeschlossen sein sollte.

Kraft Heinz kämpft wie andere Hersteller von verpackten Lebensmitteln ​mit ​einer schwachen Nachfrage nach seinen ⁠teureren Produkten, da die Verbraucher nach günstigeren ​Alternativen suchen. Für 2026 ⁠rechnet das Unternehmen mit einem Rückgang des organischen Nettoumsatzes zwischen ‌1,5 und 3,5 Prozent. Statt der Aufspaltung will sich Kraft Heinz nun auf die Sanierung seines US-Geschäfts konzentrieren. ‌Dafür sollen 600 Millionen Dollar in Marketing und ​Forschung investiert werden.