«Ich ⁠rechne jetzt mit einem Börsengang in ein bis eineinhalb Jahren», sagte Neuraxpharm-Chef Jörg Thomas Dierks der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» einem Vorabbericht zufolge. Mit ‌Blick auf den Handelsplatz ​ergänzte er: «Ich gehe von Frankfurt aus.» Der Neuraxpharm-Eigentümer, der Finanzinvestor Permira, hatte vorläufige Kaufangebote für das in Düsseldorf und Barcelona ansässige Unternehmen eingeholt. «Es ist kein Angebot eingegangen, das dem Bewertungspotenzial, ‌das Permira oder das Management sieht, gerecht geworden ist», erläuterte Dierks den Grund für die Kehrtwende. Der Zeitung zufolge strebte ​Permira eine Bewertung von drei bis vier ​Milliarden Euro an.

Der Neuraxpharm-Chef erteilte ​einem Verkauf trotz der Pläne für einen Börsengang keine endgültige Absage: «Ich will ‌auch nicht ausschliessen, dass es noch eine Möglichkeit gibt, dass man sich irgendwann mit jemandem einigt», sagte er der «F.A.Z.». ​Der Verkaufsprozess sei ​nicht offiziell angehalten. Dierks ⁠sieht Neuraxpharm auf Wachstumskurs: «Wir werden in ​unserer Zielsetzung innerhalb der ⁠nächsten fünf Jahre den Umsatz verdreifachen.» Im laufenden Jahr ‌soll der Umsatz bei 630 Millionen Euro liegen. Zum operativen Ergebnis (Ebitda) sagte Dierks: «In diesem Jahr werden es ‌über 220 Millionen Euro.» Hoffnungsträger des Pharmaunternehmens ist ​das Multiple-Sklerose-Medikament Briumvi, dem Dierks milliardenschwere Spitzenumsätze zutraut.