Das italienische Biopharmaunternehmen Newron hat 2025 wieder mit einem Verlust abgeschlossen. Im laufenden Jahr werden im vierten Quartal erste Ergebnisse aus der zulassungsrelevanten Studie mit dem Schizophrenie-Hoffnungsträger Evenamide erwartet. Das vor einem Jahr in Aussicht gestellt US-Listing nimmt unterdessen langsam Gestalt an.
Insgesamt flossen Newron laut Mitteilung vom Dienstag 2025 Erträge in Höhe von 19,1 Millionen Euro (VJ 51,4 Mio) aus Lizenzeinnahmen und Umsatzbeteiligungen mit seinen verschiedenen Partnern wie Zambon, EA Pharma, einer Tochtergesellschaft des japanischen Eisai-Konzerns oder Myung In Pharma zu.
Dem standen Kosten für Forschung und Entwicklung in Höhe von 15,1 Millionen gegenüber. Unter dem Strich wies Newron damit einen Verlust von 13,2 Millionen aus, nachdem 2024 erstmals in der Geschichte ein Gewinn von 15,8 Millionen zu Buche gestanden hatte. Allerdings war das 2024er Ergebnis durch die Abschlagszahlung aus dem Lizenzvertrag mit EA Pharma verzerrt.
Die liquiden Mittel lagen per Ende 2025 bei 28,9 Millionen Euro. Seit dem Jahreswechsel hat Newron sich aber über eine Vereinbarung mit bestehenden und neuen Aktionären aus Europa und Asien bis zu 38 Millionen Euro gesichert. Die Mittel sollen der Weiterführung des Phase-III-Programms von Evenamide dienen.
Weg in Richtung US-Listing geebnet
Ausserdem hat sich das Unternehmen mit der Europäischen Investitionsbank (EIB) auf Änderungen des Finanzierungsvertrags von 2018 sowie der Optionsrechtevereinbarung geeinigt. Die beiden Seiten hatten bereits 2024 erstmals einen Aufschub vereinbart. Insgesamt sieht sich Newron finanziell so aufgestellt, dass es seine geplanten Entwicklungsprogramme und den Betrieb des Unternehmens bis weit ins Jahr 2027 hinein finanzieren kann.
Zusammen mit den Zahlen hat das Unternehmen die Agenda für die Generalversammlung am 23. April publiziert. Die Generalversammlung soll über mehrere wichtige Änderungen entscheiden, die vor allem die zukünftige Ausrichtung und Finanzierung des Unternehmens betreffen. Zum einen ist eine Anpassung der Statuten vorgesehen. Dabei werden unter anderem die Regeln zum Kapital, zur Einberufung und Durchführung von Generalversammlungen sowie zu den Pflichten im Zusammenhang mit einer Börsenkotierung überarbeitet.
Zudem soll der Verwaltungsrat ermächtigt werden, das Aktienkapital innerhalb der nächsten fünf Jahre in einem begrenzten Umfang zu erhöhen. Darüber hinaus soll der Verwaltungsrat zusätzliche Flexibilität erhalten, um das Kapital weiter zu erhöhen, etwa durch die Ausgabe neuer Aktien oder von Wandelanleihen. Diese Massnahmen könnten auch im Hinblick auf eine mögliche Kotierung an einer US-Börse wie der New York Stock Exchange oder der Nasdaq erfolgen. Schliesslich wird die Grundlage geschaffen, damit die Aktien des Unternehmens künftig auch in den USA gehandelt werden können, entweder direkt oder in Form von sogenannten American Depository Shares.
(AWP)

