Als Grund für den Schritt nennt die DNB die «zunehmende geopolitische Instabilität», wie es in einer Mitteilung vom Mittwoch hiess. Weiter betonte die Zentralbank, dass die Massnahme darauf abziele, «die Liquidität und Handelbarkeit ihrer Reserven zu verbessern» und die Krisenresilienz zu stärken. Eine «ausgewogenere Verteilung der Reserven» werde dazu beitragen, «das Risiko zu streuen» und im Krisenfall effektiver agieren zu können.
Die Verlagerung erfolgte laut der Mitteilung zwischen März und August und betraf 86 Tonnen der insgesamt 313 Tonnen, welche die Zentralbank in den USA und Kanada gelagert hatte. Neu liegen diese Goldbestände bei der Bank of England in London, die als weltweit grösstes Zentrum für physisches Gold gilt.
In London sei das Edelmetall im Krisenfall leichter und schneller verfügbar, so die DNB. «Wir gehen davon aus, dass wir es nie nutzen müssen, aber wir müssen unsere Widerstandsfähigkeit stärken», betonte Zentralbankchef Olaf Sleijpen.
Die Gesamtreserven an Gold der DNB belaufen sich auf 612,4 Tonnen mit einem bis Ende 2025 zertifizierten Wert von 72,2 Milliarden Euro.
(AWP)

