Die ⁠Erlöse im vierten Geschäftsquartal beliefen sich auf 10,97 Milliarden Dollar, ⁠wie der Adidas-Konkurrent am Dienstag mitteilte. Analysten hatten laut LSEG-Daten im ‌Schnitt mit 10,86 Milliarden Dollar gerechnet. Der ‌Gewinn pro Aktie lag ​bei 72 Cent. Darin enthalten war ein positiver Effekt von 52 Cent durch die erwartete Erstattung von Importzöllen. Die Nike-Aktie, die im bisherigen Jahresverlauf 35 Prozent an Wert verloren ‌hat, legte im nachbörslichen Handel um rund zwei Prozent zu.

Konzernchef Elliott Hill versucht derzeit, das Unternehmen wieder auf Kernsportarten ​wie Fussball und Laufen auszurichten. Zudem will er ​die Beziehungen zum Grosshandel wiederbeleben, ​die unter seinem Vorgänger zugunsten des Direktvertriebs gekappt worden waren. Der Umbau ‌fällt jedoch in ein schwieriges wirtschaftliches Umfeld, das von Zöllen und dem Krieg im Iran geprägt ist. Zudem belasten Rabatte ​zum ​Abbau alter Lagerbestände die ⁠Gewinnmargen.

Auf dem wichtigen chinesischen Markt verzeichnete ​Nike einen währungsbereinigten ⁠Umsatzrückgang von 17 Prozent. Damit fiel das Minus jedoch ‌geringer aus als der im März prognostizierte Einbruch von 20 Prozent. Um den Absatz anzukurbeln, investierte der ‌Konzern im Vorfeld der diesjährigen Fussball-Weltmeisterschaft massiv ​in Marketing.

(Reuters)