Der japanische Videospiele-Konzern Nintendo hebt die Preise für seine Konsole Switch 2 an und rechnet im laufenden Geschäftsjahr 2026/27 mit einem leichten Gewinnanstieg. Der Betriebsgewinn werde bis Ende März 2027 voraussichtlich um 2,7 Prozent auf 370 Milliarden Yen (2,01 Milliarden Euro) klettern, teilte das Unternehmen am Freitag mit.
Gleichzeitig geht Nintendo von einem Rückgang der Verkaufszahlen der Switch 2 auf 16,5 Millionen Stück aus, nachdem im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025/26 noch 19,9 Millionen Einheiten abgesetzt wurden. Um gegenzusteuern, zieht der Konzern die Preisschraube an: In Japan steigt der empfohlene Verkaufspreis der Konsole auf 59.980 Yen von zuvor 49.980 Yen. Auch in den USA, Kanada und Europa sollen die Preise zum 1. September angehoben werden.
Damit reagiert Nintendo auf ein branchenweites Problem. Auch der heimische Rivale Sony kämpft mit steigenden Preisen für knappe Speicherchips und hat deshalb die Preise für seine PlayStation 5 (PS5) erhöht. Bei Nintendo-Anlegern sorgten die höheren Bauteilkosten zuletzt für Sorgen um die Profitabilität. Im Geschäftsjahr 2025/26 hatte Nintendo zwar den Betriebsgewinn um 27,5 Prozent auf 360,1 Milliarden Yen gesteigert, damit jedoch die Erwartungen der Analysten verfehlt. Ein ähnliches Bild zeigte sich bei Sony, wo der Gewinn ebenfalls hinter den Schätzungen zurückblieb und der Konzern für das laufende Jahr wegen nachlassender PS5-Verkäufe mit einem Umsatzrückgang in der wichtigen Spiele-Sparte rechnet.
Erschwert wird die Lage für Nintendo durch ein als dünn geltendes Angebot an neuen Spielen für die Switch 2, was die Aktien des Unternehmens zuletzt belastete. Lichtblicke sind dagegen der Erfolg des Videospiels «Pokemon Pokopia» sowie der jüngste «Super Mario»-Kinofilm, der trotz verheerender Kritiken beim Publikum beliebt ist.
(Reuters)

