Die nordkoreanische Aussenministerin Choe Son Hui und ihr russischer Amtskollege Sergej Lawrow hätten sich am Montag zu ihrem dritten strategischen Dialog getroffen, meldete die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA am Dienstag. Beide Seiten hätten bei allen zur Diskussion stehenden Themen Einigkeit erzielt. Im Mittelpunkt der Gespräche habe die Umsetzung des im Juni 2024 unterzeichneten Vertrags über eine umfassende strategische Partnerschaft gestanden.
Dem Bericht zufolge sagte Russland Nordkorea volle Unterstützung bei Massnahmen gegen «feindselige Akte» zu, die dessen souveräne Rechte und Sicherheitsinteressen bedrohten. Nordkorea habe seine «uneingeschränkte Unterstützung» für die russische Politik bekundet, die darauf abziele, die «Wurzel des Konflikts in der Ukraine» zu beseitigen und die Souveränität und territoriale Integrität Russlands zu verteidigen. Russland bezeichnet seine Invasion der Ukraine im Jahr 2022 als Reaktion auf die Nato-Erweiterung, was Kiew und seine Verbündeten als Vorwand für einen unprovozierten Krieg zurückweisen.
Die Beziehungen zwischen Moskau und Pjöngjang umfasst auch eine militärische Zusammenarbeit. Nordkoreanische Truppen hatten Russland bei der Abwehr eines grösseren ukrainischen Vorstosses in die westrussische Region Kursk geholfen, der 2024 begann. Im Rahmen des Verteidigungspakts der beiden Länder schickte Nordkorea schätzungsweise 14.000 Soldaten. Choe traf sich dem Kreml zufolge bereits am Sonntag mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und überbrachte Grüsse des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un. Beobachter werten den Besuch Choes als mögliches Zeichen für eine weitere Russland-Reise Kims, der zuletzt 2023 für einen Gipfel mit Putin dorthin gereist war.
Nordkorea stärkt zudem seine Beziehungen zu China. In diesem Monat fanden anlässlich des 65. Jahrestages des Freundschafts- und gegenseitigen Verteidigungsvertrags der beiden Länder mehrere hochrangige Treffen statt.
(Reuters)

