In den drei Monaten bis September kauften die Notenbanken weltweit 321 Tonnen Gold, wie aus dem Quartalsbericht des Branchenverbands World Gold Council (WGC) hervorgeht, der am Dienstag veröffentlicht wurde. Damit seien die Goldkäufe deutlich höher ausgefallen, als im Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre. Im Vergleich zum dritten Quartal 2026 habe sich das Volumen der Goldkäufe um 42 Prozent erhöht.

«Die Nachfrage der Zentralbanken blieb stark», heisst es in der Mitteilung. Nachdem das Kaufvolumen zu Beginn des Jahres noch verhalten ausgefallen sei, habe es sich im zweiten und dritten Quartal verstärkt und den schwachen Jahresauftakt mehr als ausgeglichen.

Seit Beginn des Jahres ist der Preis für das Edelmetall deutlich gefallen. Nachdem die Notierung für eine Feinunze zu Beginn des Jahres noch ein Rekordhoch bei knapp 5600 US-Dollar erreicht hatte, wurde Gold zuletzt bei 3947 Dollar gehandelt und damit etwa 30 Prozent unter dem Jahreshoch.

Weniger gefragt waren im dritten Quartal Wertpapiere, die mit physischem Gold hinterlegt sind. Hier habe es im dritten Quartal im Jahresvergleich einen Rückgang um sechs Prozent auf 211,2 Tonnen gegeben, schreiben die WGC-Experten.

Noch weniger Interesse zeigten Investoren bei physischem Gold. Der Verband bezifferte die weltweite Nachfrage nach Barren und Münzen in den Monaten Juli bis September auf 267,8 Tonnen, was einem Rückgang im Jahresvergleich um 19 Prozent entspricht. Dabei gab es in den beiden wichtigen Nachfrageländern China und Indien unterschiedliche Entwicklungen: Während die Nachfrage in China im dritten Quartal gestiegen ist, ging sie in Indien deutlich zurück.

(AWP)