"Wenn man sich den ungedeckten Bedarf in China für die Behandlung vieler chronischer Krankheiten ansieht, ist er beträchtlich", sagte Narasimhan am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. Die Bevölkerung altere, die Regierung sei bereit, die Zulassung von Medikamenten zu beschleunigen, und dank Kostenvergütung im Rahmen des NRDL-Systems hätten breitere Bevölkerungsschichten Zugang zu neuen Arzneien. "Wir denken also, dass China mittelfristig ein sehr attraktiver Markt bleiben wird, der zweitgrösste Pharmamarkt der Welt", sagte der Novartis-Chef. "Das sind grosse Chancen für uns, weiter zu wachsen."

Der Konzern hat China zu einem seiner vier Schlüsselmärkte erklärt - neben den USA, Japan und Deutschland. Novartis hat Narasimhan zufolge in China stark in die Präsenz investiert, nicht nur in Grossstädten sondern auch in kleineren Agglomerationen, die im Vergleich zu Schweizer Ortschaften noch immer ziemlich gross seien. Das Unternehmen setze in dem Land vor allem auf Therapien gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und neurologische Leiden.

Im dominierenden Geschäft mit patentgeschützten Arzneien erzielte Novartis im Jahr 2022 in China einen Umsatz von 2,9 Milliarden Dollar - unter Ausschluss von Wechselkursschwankungen ein Plus von sieben Prozent. Konzernweit wuchsen die Verkaufserlöse in der Innovative Medicines genannten Sparte währungsbereinigt um vier Prozent auf 41,3 Milliarden Dollar.

(Reuters)