Das Unternehmen zahle zunächst zwei ⁠Milliarden Dollar an die US-Firma Synnovation Therapeutics, teilte Novartis am ‌Freitag mit. Hinzu kämen mögliche Meilensteinzahlungen ‌von bis zu einer ​Milliarde Dollar.

Im Gegenzug erhält Novartis die Synnovation-Tochter Pikavation Therapeutics und damit die Rechte an dem Wirkstoffkandidaten SNV4818. Der Abschluss der Transaktion werde für das ‌erste Halbjahr 2026 erwartet, sofern die Aufsichtsbehörden zustimmten.

Der oral verabreichte Wirkstoff befinde sich derzeit in einer frühen klinischen ​Studienphase (Phase 1/2). Er ziele auf eine ​Mutation ab, die bei ​etwa 40 Prozent der Patientinnen mit einer bestimmten Form von ‌Brustkrebs (HR+/HER2-) auftrete und oft mit einer schlechteren Prognose einhergehe.

Im Gegensatz zu bisherigen Behandlungen solle der Wirkstoff ​SNV4818 ​gezielt nur das mutierte ⁠Enzym in den Krebszellen angreifen ​und die normale Variante ⁠in gesunden Zellen verschonen. Dies verringere unerwünschte ‌Nebenwirkungen und verbessere die Verträglichkeit, erklärte Novartis-Entwicklungschef Shreeram Aradhye. Dadurch lasse sich das Mittel künftig ‌leichter mit Hormontherapien und anderen Behandlungen ​kombinieren.

(Reuters)