Die Aktie von Novartis steigt am Freitagmorgen um 1 Prozent auf 115,60 Franken. Damit setzt sie ihren Lauf der jüngeren Vergangenheit fort und bewegt sich wiederum auf das Allzeithoch von 116,78 Franken zu. Diesen Rekordstand hatten die Valoren der in Basel ansässigen Pharmagrösse zum Jahresauftakt erreicht.
Nach Einschätzung der Deutschen Bank kann die Aktie selbst dieses Allzeithoch noch übertreffen. Der zuständige Analyst macht in seiner Branchenstudie gleich dreierlei auf einen Streich: Er erhöht das Kursziel auf 125 von 120 Franken, er bekräftigt das «Buy»-Rating und er macht Novartis zum Top-Pick unter den hochkapitalisierten europäischen Pharmawerten. Dies vor Novo Nordisk, AstraZeneca und Sanofi.
Man könne den Sektor zwar nicht mehr als günstig bezeichnen, schreibt der Experte. Doch er geht davon aus, dass das Wachstum im Geschäftsjahr 2026 anhalten dürfte. Es gebe relativ viele Treiber dafür. Für Novartis werden dies Zulassungsanträge, etwa für Ianalumab gegen das Sjögren-Syndrom, sowie Phase-3-Studien-Daten sein, solche beispielsweise zu Remibrutinib gegen Multipler Sklerose.
Ein gleich hohes Kursziel wie die Deutsche Bank hat laut AWP-Analyser auch die US-Bank JPMorgan ausgerufen, als sie im Dezember auf 125 von 95 Franken ging und die Valoren auf «Buy» von «Hold» heraufstufte. Der Experte hat Potenzial für das nun angebrochene Jahr ausgemacht, namentlich für die schon im Markt befindlichen Produkte Kisqali, Kesimpta, Pluvicto und Scemblix, die sich schon 2025 als umsatz- und wachstumsstark gewiesen haben.
Der Kurszielkonsens liegt allerdings bei 107 Franken, was bedeutet: Die anderen Analysten werden bald nachziehen - oder die Valoren sind schon über ihr mittelfristiges Potenzial hinaus gestiegen. Ein Orientierungspunkt folgt mit den Zahlen für das Gesamtjahr 2025, die Anfang Februar bekannt gegeben werden.
(cash)
