Novartis ist trotz Nachahmer-Präparaten im zweiten Quartal auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. Für das Gesamtjahr bestätigt das Management den bisherigen Ausblick.

Der Umsatz im zweiten Quartal kam laut Mitteilung vom Dienstag bei 14,4 Milliarden US-Dollar zu liegen. Das ist ein Plus von 3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Zu konstanten Wechselkursen (kWk) ergab sich eine Zunahme von 1 Prozent. Im ersten Quartal hatte Novartis wegen der Markteinführung von Generika für wichtige Blockbuster noch ein Minus ausgewiesen.

Novartis hatte zuletzt immer wieder hervorgehoben, dass die Erosion durch Nachahmer-Mittel ihren Höhepunkt erreicht haben dürfte. Umsatzbringer wie Entresto, Promacta und Tasigna haben im vergangenen Jahr ihren Patentschutz verloren. Konzern-Chef Vas Narasimhan hatte dabei betont, dass die negativen Auswirkungen in der ersten Jahreshälfte 2026 deutlich stärker ausfallen dürften als in der zweiten.

Beim operativen Gewinn verbuchten die Basler einen Rückgang um 2 Prozent auf knapp 4,8 Milliarden. Unter dem Strich resultierte ein Konzerngewinn von 3,3 Milliarden nach 4,0 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Der Rückgang sei vor allem durch höhere Ertragssteuern und einen höheren Zinsaufwand ausgelöst worden, heisst es in der Mitteilung weiter.

Für Analysten ist aber vor allem der um verschiedene Einflüsse bereinigte Kern-Betriebsgewinn entscheidend. Mit 5,9 Milliarden blieb dieser stabil und übertraf den AWP-Konsens von 5,3 Milliarden deutlich.

Für das Gesamtjahr bestätigt der Konzern seine bisherige Zielsetzung. Zu konstanten Wechselkursen peilt das Management ein Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich an. Für den operativen Kerngewinn wird ein Rückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich erwartet.

Die Aktie von Novartis steigt nach Börseneröffnung 1,3 Prozent. Sie hat in diesem Jahr 13 Prozent zugelegt.

(AWP)