Nvidia hat sich nach eigenen Angaben ausreichende Produktionskapazitäten gesichert, um den rasant wachsenden Bedarf an KI-Chips zu decken. Dies gelte sowohl für Grafikprozessoren (GPUs) als auch für Zentralprozessoren (CPUs), sagte Jensen Huang, Chef des weltgrössten Halbleiterherstellers, am Dienstag auf der Technologiemesse Computex in Taiwan. «Wir verfügen über Lieferkapazitäten für ein sehr, sehr starkes Wachstum. Aber wir haben nach wie vor mit Engpässen zu kämpfen.»
Nvidia beherrscht den Weltmarkt für Hochleistungschips zum Training von KI-Modellen. Diese basieren auf derselben Technologie wie Halbleiter für Grafikkarten. Inzwischen drängt der US-Konzern auch in den Markt für CPUs. Sie dienen in KI-Rechenzentren dazu, die Arbeit der GPUs zu koordinieren. Zudem will Nvidia in den Markt für PC-Prozessoren einsteigen, der bislang von Intel und AMD dominiert wird. Der «RTX Spark» sei darauf ausgelegt, auf Rechnern mit dem Betriebssystem «Windows» von Microsoft möglichst viele KI-Berechnungen direkt lokal auszuführen.
Diese Produktankündigung verhalf Technologiewerten wie dem Softwarekonzern Microsoft, den Speicherchipherstellern Samsung und Micron sowie den PC-Anbietern Dell, HP und Lenovo zu teils zweistelligen prozentualen Kurszuwächsen. Die Aktien von Intel und AMD gerieten dagegen unter Druck.
(Reuters)

