Die ‌Möglichkeit, ⁠100 Milliarden Dollar in das KI-Unternehmen zu stecken, sei wahrscheinlich ⁠vom Tisch, sagte Konzernchef Jensen Huang am Mittwoch auf einer Konferenz der ‌Bank Morgan Stanley. Da OpenAI noch ‌in diesem Jahr an die Börse ​gehen wolle, sei das Zeitfenster für derartige Einstiege geschlossen.

Nvidia hatte Ende Februar eine Investition von 30 Milliarden Dollar zugesagt. Dies sei womöglich das letzte Mal gewesen, dass sich die ‌Gelegenheit geboten habe, «in ein so bedeutendes Unternehmen wie dieses zu investieren», erklärte Huang. Auch die Beteiligung von zehn Milliarden Dollar ​am OpenAI-Konkurrenten Anthropic werde wohl die letzte ihrer ​Art sein. Stellungnahmen von OpenAI und ​Anthropic lagen Reuters zunächst nicht vor.

OpenAI hatte sich im Februar ‌in einer Finanzierungsrunde insgesamt 110 Milliarden Dollar gesichert und kam damit auf eine Bewertung von 840 Milliarden Dollar. Neben Nvidia ​zählten Amazon ​mit einer Zusage über 50 ⁠Milliarden Dollar sowie SoftBank mit 30 ​Milliarden Dollar zu ⁠den grössten Geldgebern. Die Kapitalspritze dient der Vorbereitung auf den erwarteten ‌Börsengang. Unklar war bislang geblieben, ob die 30 Milliarden Dollar von Nvidia die im Raum ‌stehende Summe von 100 Milliarden ersetzen würden – dies ​hat Huang nun bestätigt. 

(Reuters)