Ziel des Chipkonzerns sei es, mit den weltweit führenden Open-Source-Modellen zu konkurrieren, berichtete das Branchenportal «The Information» am Dienstag unter Berufung auf mit dem Projekt vertraute Mitarbeiter. Ein Veröffentlichungstermin für die Modellfamilie namens Nemotron 4 sei bislang offen, da das abschliessende Training noch ausstehe. Dem Bericht zufolge könnte das Modell jedoch im Herbst fertig sein.
Nvidia bestätigte zwar die Arbeit an Nemotron 4, äusserte sich jedoch nicht zu den Einzelheiten des Berichts. «Nvidia investiert in Nemotron», erklärte Kari Briski, Vizepräsidentin für generative KI bei Nvidia, in einem Statement. Man sei davon überzeugt, dass jedes Unternehmen und jedes Land auf offene, für alle zugängliche Modelle der Spitzenforschung angewiesen sei.
Der Halbleiterkonzern gehört zu den wenigen grossen US-Firmen, die Modelle mit offenem Quellcode veröffentlichen. Diese gewinnen an Bedeutung, da die Kosten für KI-Entwicklungen steigen und günstigere chinesische Modelle technologisch an die Systeme führender US-Entwickler wie Anthropic oder OpenAI heranreichen. Zudem stellte Nvidia am Dienstag das Modell «Nemotron 3.5 Lightning» vor, das unter anderem für die Überprüfung von Programmiercode und die Überwachung von Sicherheitswarnungen eingesetzt werden soll. Mit «NeMo Switchyard» veröffentlichte der Konzern zudem eine Open-Source-Bibliothek, die KI-Aufgaben automatisch an die am besten geeigneten Modelle weiterleitet.
(Reuters)

