Die Teuerungsrate wird der Umfrage zufolge im ersten Quartal 2025 mit durchschnittlich 1,9 Prozent erwartet, wie die Umfrage ergab – ein Rückgang gegenüber der letzten Umfrage, bei der die Prognose noch 2,2 Prozent lautete. Die hauseigene Stabsprojektion der EZB sieht das Erreichen des Ziels erst in der zweiten Jahreshälfte 2025.
Freilich erwarten die Ökonomen weiter eine Kerninflation, die über der Gesamtinflation liegt – nämlich bei 2,1 Prozent bzw. 2,3 Prozent im ersten bzw. zweiten Quartal 2025.
Im Oktober hat sich die Inflation auf 2,9 Prozent verlangsamt und lag damit niedriger als von Ökonomen geschätzt. Die EZB hat dennoch vor einer schwierigen “letzten Meile” zurück zur Preisstabilität gewarnt, da die staatlichen Hilfsmassnahmen zur Bewältigung der Teuerung zurückgenommen werden und die Löhne steigen.
Der Krieg zwischen Israel und der Hamas stellt einen weiteren wichtigen Unsicherheitsfaktor für die Konjunktur dar. Seine Auswirkungen auf die Energiepreise hielten sich jedoch bisher in Grenzen — in den letzten Wochen gingen die Rohölpreise sogar zurück.
Die EZB hat bei ihrer letzten Ratssitzung im Oktober die Zinssätze zum ersten Mal seit Beginn ihrer Straffungskampagne Mitte 2022 unverändert gelassen. Ökonomen rechnen nun mit einer
ersten Senkung im Juni 2024, während sie zuvor im September erfolgte.
(Bloomberg)

1 Kommentar
2% Inflation ist nicht gut. Das Kensianische Modell ist nicht zeitgemäss und sollte schon längst durch das österreichische abgelöst sein.