Der Oberste Gerichtshof der USA hat die von ‌Präsident ⁠Donald Trump verhängten Zölle am Freitag für ⁠unrechtmässig erklärt. Ökonomen sagten dazu in ersten Reaktionen:

Carsten Brzeski, ING-Chefökonom:

«Die Entscheidung ‌ist natürlich ein ​Schlag ins Gesicht für Donald Trump. Allerdings sollten die amerikanischen Handelspartner keine neuen Hoffnungen hegen, dass sich die Handelspolitik der ‌US-Regierung jetzt schlagartig ändern würde. Die Regierung hat andere Möglichkeiten, um Zölle zu ​erheben und Druck auf Handelspartner ​auszuüben. Für die EU ​wird sich die Frage stellen, ob man ‌nach dem Grönland-Konflikt das US-EU-Handelsabkommen weiterhin auf Eis legen möchte. Dabei gilt zu beachten, ​dass ​die in ⁠diesem Abkommen abgesprochenen Zölle nicht ​vom heutigen Urteil ⁠betroffen sind. Auch nach dem ‌heutigen Urteil wird für Donald Trump weiterhin gelten, dass Zölle ‌das schönste Wort im englischen Wörterbuch ​sind.»