Berlin, 05. Jun (Reuters) - Am US-Arbeitsmarkt sind im Mai trotz der Unsicherheit durch den Iran-Krieg ‌doppelt ⁠so viele Jobs entstanden als erwartet. Unter dem ⁠Strich wurden 172.000 Stellen ausserhalb der Landwirtschaft geschaffen, wie ‌aus dem am Freitag vorgelegten Bericht ‌der Regierung hervorgeht. ​Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten nur einen Anstieg um 85.000 erwartet. Die Arbeitslosenquote verharrte bei 4,3 Prozent.

In ersten Reaktionen hiess es:

ALEXANDER KRÜGER, ‌CHEFVOLKSWIRT HAUCK AUFHÄUSER LAMPE:

«Der Arbeitsmarkt liefert erneut kräftig ab, auch der Vormonatswert wurde angehoben. Der solide ​Beschäftigungszuwachs passt zur Wirtschaft, die trotz ​des Iran-Kriegs dynamisch wächst. Der ​Arbeitsmarkt ist derzeit kein Problem für die US-Notenbank. Die ‌Fed dürfte ihren Fokus eher weiter auf die gestiegene Inflation richten. Damit sind Zinserhöhungen ein Thema, nicht ​Zinssenkungen. ​Für eine Zinserhöhung ⁠ist aber ein dickes Brett ​zu bohren. Stand ⁠jetzt dürfte sich hierfür sobald nur schwer eine ‌Mehrheit finden.»

RALF UMLAUF, HELABA:

«Die Zahlen weisen auf die solide Verfassung des US-Arbeitsmarktes hin. ‌So werden die Zinserhöhungserwartungen bezüglich der ​Fed in der Tendenz wohl verstärkt.»

(Reuters)