Die USA und der Iran haben sich auf ein Friedensabkommen geeinigt. Das teilten US-Präsident Donald Trump, das iranische Aussenministerium, Irans Nationaler Sicherheitsrat und der Vermittlerstaat Pakistan jeweils in der Nacht zum Montag mit. «Das Abkommen mit der Islamischen Republik Iran ist nun abgeschlossen», schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Unterschrieben werden soll die Einigung am Freitag.
Ökonomen sagten dazu in ersten Reaktionen:
Jörg Krämer, Chefökonom Commerzbank:
«Nach der grundsätzlichen Einigung auf ein Rahmenabkommen zwischen Iran und den USA sind wichtige Fragen noch ungeklärt. Wir erwarten weiter ein Übergangsszenario mit zwischenzeitlichen Rückschlägen, wobei die Schwankungsbreite des Ölpreises nach dem jüngsten starken Rückgang etwas niedriger sein könnte als bisher von uns unterstellt. Insofern begrenzt das Abkommen die Abwärtsrisiken für die Konjunktur, wobei wir für Deutschland und den Euroraum für dieses Jahr weiter nur ein mageres Wachstum von jeweils 0,6 Prozent erwarten. Der konjunkturelle Schaden ist allerdings schon eingetreten und beträgt nach unseren Berechnungen mit Blick auf das durchschnittliche Wachstum im Jahr 2026 sowohl für den Euroraum als auch für Deutschland 0,4 Prozentpunkte. Wegen des weiter bestehenden Inflationsdrucks erwarten wir unverändert eine EZB-Zinserhöhung im September.»
(Reuters)

