Die Ölförderung und die Raffinerien des staatlichen venezolanischen Energiekonzerns PDVSA laufen Insidern zufolge trotz der US-Militärangriffe zur Festnahme von Präsident Nicolas Maduro normal weiter. Die wichtigsten Anlagen des Unternehmens seien nicht beschädigt worden, sagten zwei mit den Vorgängen vertraute Personen am Samstag der Nachrichtenagentur Reuters.
Schwere Schäden wurden demnach jedoch aus dem Hafen von La Guaira gemeldet. Dabei handelt es sich um einen der grössten Häfen des Landes nahe der Hauptstadt Caracas. Für den Öl-Umschlag werde er aber nicht genutzt, sagte eine der Personen.
US-Präsident Donald Trump hatte im Dezember eine Blockade gegen alle sanktionierten Öltanker von und nach Venezuela angeordnet. Venezuela exportierte im November 2025 mehr als 900'000 Barrel Öl pro Tag. Das Land hatte zuletzt jedoch Schwierigkeiten, sein Rohöl in China, dem Hauptabnehmer, zu verkaufen, da es zunehmend mit ebenfalls sanktioniertem Öl aus Russland und dem Iran konkurriert.
Venezuela ist Gründungsmitglied des Ölkartells Opec. Die Ölvorkommen des Landes gehören zu den grössten weltweit. Das Land ist auf Deviseneinnahmen dringend angewiesen.
(Reuters)
