Das bereinigte Ergebnis erreichte im ersten Quartal 3,2 Milliarden Dollar nach 1,38 Milliarden im Vorjahreszeitraum, wie BP am Dienstag mitteilte. Analysten hatten lediglich mit 2,67 Milliarden Dollar gerechnet. Getragen wurde das Ergebnis vor allem vom Kunden- und Produktgeschäft samt dem Ölhandel, der mit einem Vorsteuergewinn von 3,2 Milliarden Dollar die Schätzungen von 2,5 Milliarden deutlich übertraf. Durch den Irak-Krieg und der Sperrung der für Schiffe wichtigen Strasse von Hormus sind die Öllieferungen ins Stocken geraten und die Benzin-Preise entsprechend nach oben geschossen.
Die Ergebnisse in den Bereichen Gas und kohlenstoffarme Energien sowie Ölförderung blieben hingegen leicht hinter den Erwartungen zurück. Die Nettoverschuldung von BP stieg auf 25,3 Milliarden Dollar von gut 22 Milliarden im Vorquartal. «Wir sind auf dem richtigen Weg», sagte die neue Konzernchefin Meg O'Neill. Für das laufende Jahr rechne sie jedoch mit einer geringeren Förderproduktion aufgrund der Auswirkungen des Nahost-Konflikts. Zudem würden die Kraftstoffmargen wohl weiterhin stark von den Lieferkosten und der Lage im Nahen Osten abhängen.
Die BP-Aktien notieren in London zeitweise 2,7 Prozent höher.
(Reuters)

