Der Ölpreis könnte ⁠laut Angaben von Ölvertretern in Saudi-Arabien auf über 180 Dollar ‌pro Barrel steigen, falls die Störungen ‌durch den Iran-Krieg bis ​Ende April anhalten. Dies berichtet die US-Zeitung «Wall Street Journal». Vor Beginn des Iran-Krieges hatte ein Barrel noch um die 70 Dollar gekostet.

Um die für den internationalen Transport von Öl und Flüssiggas wichtige Meerenge wieder zu öffnen, setzen die USA nach Informationen des «Wall Street Journal» verstärkt tief fliegende Kampfflugzeuge ein, um iranische Kriegsschiffe zu beschiessen. Apache-Kampfhubschrauber seien in der Region zudem im Einsatz, um Drohnen des Irans abzuschiessen, hiess es unter Berufung auf US-Militärvertreter. Es werde jedoch wahrscheinlich noch Wochen dauern, bis die USA Irans Militäranlagen im Gebiet der Meerenge ausgeschaltet haben.

Dschabari, Berater des Kommandeurs der iranischen Revolutionsgarden, sagte dagegen laut Nachrichtenagentur Tasnim, die USA könnten die Strasse von Hormus nicht beherrschen. Farzin Nadimi, Experte für iranische Verteidigungssysteme am Washington Institute for Near East Policy, sagte dem «Wall Street Journal», man gehe davon aus, dass der Iran nach wie vor über grosse Bestände an Minen und auf Lastwagen montierten Marschflugkörpern verfügt.

Zudem habe das Land wohl Hunderte unbeschädigte Boote in versteckten Anlagen entlang der Küste und auf Inseln. «Ich denke, es wird Wochen dauern, bis ein Punkt erreicht ist, an dem sichere Operationen in der Meerenge möglich sind.»

Auch rund drei Wochen nach Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe gegen den Iran ist die Führung in Teheran weiter zu Gegenangriffen in der Lage. In der Nacht attackierte die Islamische Republik erneut gleich mehrfach den Erzfeind Israel mit Raketensalven. Auch mehrere Golfstaaten, die US-Militärstützpunkte beherbergen, sahen sich wieder Beschuss mit Raketen und Drohnen ausgesetzt. 

(Reuters/AWP)