Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August kostete zuletzt 91,88 US-Dollar. Damit fiel der Preis der globalen Referenzsorte um 2,51 Prozent. Am Montag war der Ölpreis wegen der Eskalation im Iran-Krieg zunächst auf etwas mehr als 98 Dollar gestiegen. Am Dienstag schmolzen die Gewinne wegen positiv aufgenommener Nachrichten aus der Region ab.
Iran und Israel haben ihre wechselseitigen Angriffe vorerst eingestellt. Beide Seiten drohten jedoch im Fall von Verstössen gegen ihre jeweiligen Bedingungen mit noch härteren Kämpfen. Die ersten gegenseitigen Angriffe seit zwei Monaten drohten, US-Präsident Donald Trumps Bemühungen zur Beendigung des Iran-Kriegs zu untergraben.
Insgesamt würden die Ölpreise aber nur noch verhalten auf die Nachrichten aus dem Nahen Osten reagieren, schreibt Carsten Fritsch, Rohstoffexperte bei der Commerzbank. Er verweist auf Anpassungen an die Ausfälle der Öllieferung aus der Golfregion. So würden Ölexporte via Pipelines zum Roten Meer und zum Golf von Oman geliefert. Zudem hätten die USA ihre Ölexporte beträchtlich gesteigert. Gleichzeitig sei die Ölnachfrage aus Asien und insbesondere aus China gesunken.
In den ersten Monaten des Jahres hatte der Iran-Krieg den globalen Ölmarkt erschüttert. Mittlerweile hat sich die Lage etwas entspannt. Allerdings liegt der Ölpreis immer noch deutlich über dem Niveau, das er vor dem Angriff der USA und Israels auf den Iran hatte.
(AWP)

