Das Nordseeöl Brent und das US-Öl WTI verbilligten sich um jeweils mehr als ein Prozent auf 92,40 und 87,37 Dollar je Fass. Auf Wochensicht verloren die Notierungen mehr als zehn und knapp neun Prozent. Nach den Worten von US-Vizepräsident JD Vance stehen die USA und der Iran kurz vor einem Abkommen. Einem Medienbericht zufolge haben sich beide Seiten auf eine Grundsatzerklärung zur Verlängerung der Waffenruhe verständigt. US-Präsident Donald Trump müsse der Vereinbarung jedoch noch zustimmen. Solange die Erwartung einer Einigung bestehe, habe der Rohölpreis noch Spielraum nach unten, sagte IG-Analyst Tony Sycamore.
Investoren setzten vor allem auf eine Wiedereröffnung der für den Öltransport wichtigen Wasserstrasse von Hormus. Analysten von ING erklärten, eine Wiedereröffnung der Meerenge würde dem Ölmarkt zwar kurzfristig etwas Entlastung bringen, eine nachhaltige Erholung brauche jedoch Zeit. «Die Ölförderung ist seit dem Krieg deutlich zurückgegangen, da die Produzenten ihre Produktion aufgrund von Speicherengpässen gedrosselt haben», erklärten die Experten in einer Mitteilung. Zudem sei ein Teil der Öl-Infrastruktur zu Beginn des Konflikts Ziel von Angriffen gewesen. Die Erholung der Ölförderung werde also eher allmählich als unmittelbar erfolgen.
(Reuters)

