Händler verweisen auf Fortschritte bei den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent fiel auf 92,32 US-Dollar. Damit sank der Preis der Referenzsorte um 1,48 Prozent.
Bezüglich einer Absichtserklärung seien viele Fortschritte gemacht worden, es werde aber noch an einigen Punkten gearbeitet, sagte US-Vizepräsident JD Vance. Ob allerdings Präsident Donald Trump zustimmen wird, sei offen. Eine Bestätigung der iranischen Führung gibt es noch nicht. Die «New York Times» meldete unter Berufung auf drei mit den Gesprächen vertraute US-Beamte, dass man kurz vor einer Übereinkunft stehe.
Die Unsicherheit bleibt aber hoch. «Sollten die Hoffnungen abermals enttäuscht werden, könnten die Preise schnell wieder steigen», kommentierte Commerzbank-Expertin Barbara Lambrecht. «Hinzu kommt, dass nächste Woche zur Veröffentlichung anstehende Fundamentaldaten das Bild eines angespannten Marktes unterstreichen dürften.»
Die Commerzbank hob ihre Prognose für den Brent-Ölpreis an. Man erwarte für Ende September einen Preis von 90 Dollar je Barrel. Bislang lag sie bei 80 Dollar. «Wir tragen damit der Tatsache Rechnung, dass die Strasse von Hormus laut unserem neuen Basisszenario erst in zwei Monaten, also ab Anfang August, wieder normal passierbar sein dürfte», schreibt die Commerzbank.
(AWP)

