Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der globalen Referenzsorte Brent zur Lieferung im Juli legte zuletzt nur noch um fast ein Prozent auf 103,36 US-Dollar. Zuvor war die Notierung zeitweise bis auf ein Tageshoch bei 106,68 Dollar gestiegen, bevor eine Gegenbewegung einsetzte.
Hintergrund der zum Teil kräftigen Preisschwankungen am Ölmarkt im Verlauf der Handelswoche sind Bemühungen für ein Ende des Iran-Kriegs und einer damit verbundenen Öffnung der für den Ölhandel wichtigen Strasse von Hormus.
Jüngste Aussagen aus den USA und dem Iran waren zum Teil widersprüchlich und liessen zentrale Streitpunkte offen. Es ist daher weiter unklar, ob sich beide Länder nach den erneuten Eskalationsdrohungen der vergangenen Tage einem Abkommen annähern können - eine Entwicklung, die die Ölpreise stark schwanken liess.
«Hoffnungen auf ein Abkommen zwischen den USA und dem Iran haben die Ölpreise zuletzt zwar wieder etwas unter Druck gesetzt, aber letztlich hat sich der Preis für Öl der Sorte Brent deutlich über 100 Dollar je Barrel etabliert», kommentierte die Rohstoffexpertin Barbara Lambrecht von der Commerzbank.
Die Anleger haben die weitere Entwicklung im Nahen Osten im Blick. Denn «je länger die Strasse von Hormus geschlossen bleibt, desto mehr muss auf die Lagerbestände zurückgegriffen werden», sagte Lambrecht.
(AWP)

