Am Ölmarkt wird befürchtet, dass sich die Blockade der Strasse von Hormus hinauszögert, was den Öltransport aus den Fördergebieten am Persischen Golf behindert. Experten der Commonwealth Bank of Austria wollten nicht ausschliessen, dass sich die Störungen am Ölmarkt durch die US-Blockade von iranischen Häfen verschärfen könnten. Der Grund dafür sei , dass die Blockade durch die US-Marine rund 3,8 Millionen Barrel Rohöl und Produkte gefährde, die im vergangenen Monat durch die Strasse von Hormus transportiert worden seien.
Am Ölmarkt warten die Anleger auf Hinweise, wie es mit den Bemühungen um ein Ende des Iran-Kriegs weiter geht. Rohstoffstratege Warren Patterson von der Bank ING wies darauf hin, dass der aktuelle Waffenstillstand brüchig sei und die Forderungen der USA und des Irans weit auseinanderlägen.
Obwohl die Rohölpreise weiterhin etwa ein Drittel über dem Vorkriegsniveau liegen, befinden sie sich deutlich unter den Höchstständen in den ersten Wochen des Iran-Kriegs. Im März war der Preis für Rohöl der Sorte Brent zeitweise bis auf knapp 120 US-Dollar gestiegen.
(AWP)

