Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im April kostete 71,91 US-Dollar. Das waren 41 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 42 Cent auf 66,74 Dollar.
Anleger blickten weiterhin auf den Konflikt zwischen dem Iran und den USA. Die Vereinigten Staaten wollen an diesem Donnerstag US-Regierungskreisen zufolge mit dem Iran in Genf verhandeln. Ein Regierungsbeamter bestätigte dies auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte bereits Irans Aussenminister Abbas Araghtschi eine weitere Verhandlungsrunde mit den Vereinigten Staaten in wenigen Tagen in Aussicht gestellt.
In einem Beitrag in den sozialen Medien sagte US-Präsident Donald Trump, dass kein Abkommen «sehr schlecht» für den Iran wäre, und wies Berichte zurück, wonach das Pentagon befürchte, dass sich eine verlängerte Militäraktion als schwierig erweisen könnte.
Sollte es zu einer Einigung kommen, könnte der Iran mehr Erdöl exportierten, wodurch das Angebot auf dem Weltmarkt steigen und der Ölpreis entsprechend sinken dürfte. Allerdings könnte der Konflikt auch eskalieren, denn US-Präsident Donald Trump erwägt Medienberichten zufolge einen begrenzten Militärschlag im Iran, um den Druck auf die Gegenseite zu erhöhen.
«Das weitaus grösste Risiko eines US-Angriffs auf den Iran liegt aber in einer möglichen Blockade des Seeweges durch die Strasse von Hormus», kommentierte Carsten Frischen, Rohstoffexperte bei der Commerzbank. «Es würde bereits ausreichen, wenn die Wasserstrasse aufgrund eines zu hohen Risikos während der Kampfhandlungen für die Öltanker nicht mehr sicher passierbar wäre.» Durch die Strasse von Hormus würden täglich gut ein Viertel der seewärtigen Öllieferungen transportiert.
(AWP)

