Rohöl der Nordseesorte Brent wurde bei 108,73 US-Dollar gehandelt und damit etwa auf dem gleichen Niveau wie am Vorabend. Am Donnerstag war die Notierung noch zeitweise bis auf knapp 120 Dollar gestiegen, nachdem Angriffe auf die Gasindustrie in Katar und dem Iran die Furcht vor einer Eskalationsspirale geschürt hatten. Zuletzt ist die Lage in der ölreichen Region am Persischen Golf zumindest nicht weiter eskaliert. Zudem kündigte US-Präsident Donald Trump an, dass Israel keine Energieanlagen im Iran mehr angreifen werde.

Allerdings gingen die Angriffe auch am Freitag weiter. In Kuwait wurden mehrere Anlagen einer Raffinerie nach einem Drohnenangriff, der einen Brand verursachte, stillgelegt, wie die staatliche Nachrichtenagentur Kuna auf X mitteilte. Das Opec-Mitglied hat bereits zuvor wie andere Förderstaaten auch die Produktion wegen voller Öllager gedrosselt.

Fast drei Wochen nach Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe gegen den Iran zeichnet sich weiter kein Ende des Kriegs ab. Rohstoffexperten der Commerzbank rechnen daher weiter mit hohen Ölpreisen, zumal sich nach wie vor keine baldige Wiederaufnahme der Lieferungen durch die Strasse von Hormus abzeichne. Der Seeweg durch die Meerenge südlich des Irans ist wichtig für den Transport von Öl und Gas.

(AWP)