Nach einem Angriff auf das iranische Gasfeld Pars sind die Gaslieferungen in den Irak einem Insider zufolge unterbrochen. Pars ist der iranische Teil des weltweit grössten Erdgasvorkommens, das sich die Islamische Republik mit Katar teilt. Die Nordseesorte Brent verteuert sich um 5,4 Prozent auf 108,82 Dollar je Fass, während die US-Sorte WTI um 4,6 Prozent auf 98,36 Dollar steigt. Am Vormittag hatten die Preise noch im Minus gelegen.
«Ich denke, der Katalysator für den Umschwung sind wirklich diese Schlagzeilen über die Angriffe auf Gas- und Ölfelder im Iran», sagt Mike Brown, leitender Stratege bei Pepperstone. «Ich denke, der Grund, warum die Märkte so negativ darauf reagiert haben, liegt darin, dass die Energieinfrastruktur bisher weitgehend verschont geblieben ist.» Es wäre eine «ziemlich bedeutende Eskalation», wenn diese nun auf der Zielliste stünde, ergänzt er.
Der Angriff stellt eine klare Eskalation des Konflikts dar. Die Regierung in Teheran forderte ihre Nachbarstaaten umgehend auf, ihre eigenen Energieanlagen zu evakuieren. Israelischen Medienberichten zufolge führte Israel den Angriff auf Pars mit Zustimmung der USA aus. Eine Stellungnahme des israelischen Militärs lag zunächst nicht vor.
(Reuters)
