Wegen der explodierenden Ölpreise infolge des Iran-Krieges hat die Regierung des ‌Senegal alle ⁠nicht notwendigen Auslandsreisen für Minister und Regierungsmitarbeiter ⁠gestrichen. Ministerpräsident Ousmane Sonko warnte am Freitagabend vor extrem schwierigen ‌Zeiten. Die stark gestiegenen Energiekosten belasten ‌den Haushalt des westafrikanischen ​Landes. Bei einer Jugendveranstaltung in der Küstenstadt Mbour verwies Sonko darauf, dass Rohöl derzeit für etwa 115 Dollar pro Barrel gehandelt werde. In ‌den Haushaltsplanungen des hoch verschuldeten Landes seien jedoch 62 Dollar veranschlagt worden.

«Kein Minister meiner Regierung wird ​das Land verlassen, es sei denn, es ​handelt sich um eine ​unerlässliche Aufgabe, die mit unserer aktuellen Arbeit zusammenhängt», sagte ‌der Regierungschef. Er selbst habe geplante Reisen in den Niger, nach Spanien und Frankreich abgesagt. Sonko ​kündigte ​für die kommende Woche ⁠weitere Schritte an. Der Minister ​für Energie und Bergbau ⁠werde sich in den nächsten Tagen ‌an die Bevölkerung wenden, um die Pläne der Regierung im Detail vorzustellen. 

(Reuters)