Das gibt das Öl-Kartell am Sonntagabend nach einem Treffen in Wien bekannt. Der Entscheidung waren stundenlange Verhandlungen vorausgegangen.

Der Ölpreis stieg nach der Ankündigung. Ein Barrel Rohöl der Sorte Brent kostete am frühen Montag 1,1 Prozent mehr, während sich das nordamerikanische WTI um 1,2 Prozent verteuerte.

Im Oktober 2022 hatten die Länder bereits die Kappung der Produktion um zwei Millionen Fass pro Tag vereinbart. Angesichts sich verschlechternder Wirtschaftsaussichten hatten mehrere Opec+-Mitglieder im April dann überraschend zusätzliche Förderkürzungen ab Mai vereinbart, die zunächst bis zum Ende des Jahres andauern sollen.

Die Opec+, in der die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) und andere Förderer wie etwa Russland zusammengeschlossen sind, produziert rund 40 Prozent des weltweiten Angebots. Ihre Entscheidungen können unmittelbar Auswirkungen auf den Ölpreis haben. Dieser ist in den vergangenen zwölf Monaten von etwa 120 Dollar pro Fass (159 Liter) auf etwa 70 Dollar abgesackt. Das ist für Länder wie Russland schmerzlich, die einen Grossteil ihrer Einnahmen durch den Ölexport erwirtschaften.

(Reuters/cash)