Die globale Nachfrage dürfte im laufenden zweiten Quartal bei durchschnittlich 104,57 Millionen Barrel pro Tag (159 Liter je Barrel) liegen, teilte die Opec am Mittwoch in ihrem Monatsbericht mit. Im Vormonat hatte sie noch mit 105,07 Millionen Barrel gerechnet.
Trotz der eingetrübten Aussichten gibt sich das Kartell optimistisch. «Das weltweite Wirtschaftswachstum zeigt sich in diesem Jahr trotz der geopolitischen Spannungen, insbesondere im Nahen Osten, weiterhin widerstandsfähig», hiess es in dem Bericht. Die Opec beliess ihre Prognosen für das Wirtschaftswachstum daher unverändert.
Die tatsächliche Ölförderung ist bereits stark zurückgegangen. Die Produktion der Opec+ Gruppe, zu der auch Länder wie Russland gehören, sank dem Bericht zufolge im April um 1,74 Millionen Barrel pro Tag auf 33,19 Millionen Barrel. Grund ist die kriegsbedingte Blockade der Strasse von Hormus, einer der wichtigsten Schifffahrtsrouten für Öl. Die Gruppe hatte ursprünglich vereinbart, ihre Produktion ab April wieder zu erhöhen. Die Schliessung der Route vereitelt jedoch die Umsetzung dieses Abkommens.
Für die weitere Zukunft gibt sich das Kartell jedoch zuversichtlicher: Für das kommende Jahr 2027 hob die Opec ihre Prognose für das Nachfragewachstum sogar an.
(Reuters)

