Das Unternehmen richte seine Strategie dabei auf ⁠Geschäftskunden aus, berichtete der Sender CNBC am Dienstag unter Berufung auf Insider ‌und interne Dokumente. Fidji Simo, bei ‌OpenAI für Anwendungen zuständig, habe ​auf einer Mitarbeiterversammlung in der vergangenen Woche das Ziel vorgegeben: Man müsse die 900 Millionen wöchentlichen Nutzer dazu zu bringen, die KI-Dienste intensiver zu nutzen. «Wir werden das erreichen, ‌indem wir ChatGPT in ein Produktivitätswerkzeug verwandeln», wurde Simo aus einem Transkript der Sitzung zitiert.

Finanzchefin Sarah Friar verstärkt dem Bericht ​zufolge unterdessen ihr Team mit erfahrenen Managern für ​den Kapitalmarkt. Dies wäre eine ​Kehrtwende: Noch im November hatte Friar Spekulationen über ein baldiges Börsendebüt zurückgewiesen. ‌

Nun hat OpenAI laut CNBC seine langfristigen Ausgabenpläne präzisiert, um Investoren zu überzeugen. Statt der ursprünglich von Firmenchef Sam Altman ​ins ​Spiel gebrachten 1,4 Billionen Dollar ⁠plane OpenAI inzwischen bis 2030 ​mit Ausgaben von rund ⁠600 Milliarden Dollar für Rechenkapazitäten, hiess es in dem ‌Bericht. Dem stünden erwartete Einnahmen von mehr als 280 Milliarden Dollar gegenüber. OpenAI steht bei der ‌Künstlichen Intelligenz (KI) in einem harten Wettbewerb mit ​Rivalen wie Google und Anthropic.

(Reuters)