Mit der milliardenschweren Finanzierungsrunde steige die Bewertung des US-Unternehmens einschliesslich der neuen ‌Mittel ⁠auf 850 Milliarden Dollar, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person und bestätigte damit ⁠eine Meldung der Agentur Bloomberg. Zu den Investoren gehörten MGX aus Abu Dhabi, Coatue und Thrive Capital. Auch Altimeter ‌Capital werde sich voraussichtlich beteiligen. Das Geschäft solle bis kommende Woche ‌abgeschlossen werden. Die genannten Firmen waren für ​eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Mit den zusätzlichen Mitteln würde sich das Volumen der jüngsten Finanzierungsrunde auf etwa 120 Milliarden Dollar erhöhen. Die Gespräche dauerten jedoch noch an, weshalb sich die endgültige Summe noch ändern könne, hiess es weiter. Erst im vergangenen Monat hatte der ChatGPT-Entwickler ‌mitgeteilt, 110 Milliarden Dollar von Geldgebern wie Amazon, Nvidia und der SoftBank Group einzuwerben. Das Unternehmen benötigt das Kapital, um die hohen Ausgaben für Computerinfrastruktur und Fachkräfte zu decken.

Klappe fällt für Video-KI Sora

Unterdessen ​stellte OpenAI überraschend seinen KI-Videogenerator Sora ein. «Wir verabschieden uns von Sora», teilte ​das Entwicklerteam auf der Plattform X mit. Man ​wisse, dass diese Nachricht enttäuschend sei, und werde bald Details zum Zeitplan nennen und erläutern, wie Nutzer ihre erstellten Werke ‌sichern können. Der Zeitung «Wall Street Journal» zufolge kündigte OpenAI-Chef Sam Altman der Belegschaft an, alle Produkte abzuwickeln, die auf den Videomodellen des Unternehmens basieren. Davon seien neben der App für Endverbraucher auch ​die Entwicklerversion ​sowie die Videofunktion innerhalb von ChatGPT betroffen. Mit ⁠dem Schritt wird auch die Zusammenarbeit mit Walt Disney ​beendet.

OpenAI konzentriert sich früheren ⁠Berichten zufolge vor einem etwaigen Börsengang im Jahresverlauf stärker auf Angebote für Firmenkunden. Das Unternehmen hatte ‌Sora 2024 vorgestellt und damit für Aufsehen gesorgt. Die Software konnte aus Textvorgaben Videos in Spielfilmqualität erzeugen und löste einen Wettlauf bei der Entwicklung ähnlicher Modelle ‌aus. Im September 2025 wurde Sora als eigenständige App auf den ​Markt gebracht. Damit konnten Nutzer KI-Videos erstellen, die auch aus urheberrechtlich geschützten Inhalten generiert und geteilt werden konnten.