Der US-Softwarekonzern übertraf im vierten Quartal zwar die Erwartungen der Wall Street, schürte jedoch Sorgen über seine steigende Verschuldung. Die Papiere fielen am Mittwoch nachbörslich um fünf Prozent.
Zuvor hatte das Unternehmen mitgeteilt, im Geschäftsjahr 2027 fast 40 Milliarden Dollar durch eine Kombination aus Fremd- und Eigenkapital aufnehmen zu wollen. Darin enthalten ist eine bereits angekündigte Aktienemission im Volumen von 20 Milliarden Dollar. Der Umsatz lag im abgelaufenen Jahresviertel bei 19,18 Milliarden Dollar. Analysten hatten LSEG-Daten zufolge im Schnitt mit 19,10 Milliarden gerechnet. Der bereinigte Gewinn von 2,11 Dollar je Aktie übertraf ebenfalls die Erwartungen von 1,96 Dollar.
Investoren betrachten den Ausbau der Infrastruktur für Künstliche Intelligenz (KI) bei Oracle wegen der hohen Schuldenlast zunehmend kritisch. Bereits im Februar hatte der Konzern angekündigt, in diesem Jahr bis zu 50 Milliarden Dollar über Anleihen und Aktienverkäufe einsammeln zu wollen. Zudem wächst in der Branche die Sorge, dass KI-Werkzeuge traditionelle Software ersetzen und die Nachfrage von Firmenkunden dämpfen könnten.
Ein wichtiger Indikator für künftige Einnahmen entwickelte sich bei Oracle indes positiv: Die ausstehenden Leistungsverpflichtungen wuchsen um 15,4 Prozent auf 638 Milliarden Dollar. Damit übertraf das Unternehmen die Schätzungen von Visible Alpha von 592,52 Milliarden Dollar.
(Reuters)

