Das ‌Bruttoinlandsprodukt (BIP) ⁠legte real um 0,6 Prozent zu, wie die Statistik Austria ⁠am Donnerstag nach vorläufigen Berechnungen mitteilte. Zum Jahresende verlor die Erholung jedoch ‌an Schwung: Im vierten Quartal ‌stagnierte die Wirtschaftsleistung saison- und ​kalenderbereinigt gegenüber dem Vorquartal. Grund dafür waren vor allem ein Rückgang in der Herstellung von Waren sowie deutlich schwächere Bruttoanlageinvestitionen. Auch der öffentliche Konsum verringerte sich leicht und dämpfte ‌die Wirtschaft zusätzlich.

«Nach zwei Jahren mit rückläufiger Wirtschaftsleistung zeigte sich im Jahr 2025 wieder eine leichte Konjunkturerholung», erläuterte Statistik-Austria-Generaldirektorin Manuela Lenk. ​Wichtigste Stütze war der Dienstleistungsbereich, der um ​1,0 Prozent wuchs. Auch die Industrie ​trug mit einem Plus von 1,2 Prozent zum Wachstum bei, während ‌die Bauwirtschaft mit einem Minus von 2,9 Prozent weiter schrumpfte. Positive Impulse kamen von den privaten Haushalten, deren Konsumausgaben ​um ​0,5 Prozent stiegen, sowie von ⁠den Bruttoanlageinvestitionen mit einem Zuwachs von ​1,4 Prozent.

Der Aussenhandel ⁠bremste das Wachstum dagegen, da die Importe mit 1,7 ‌Prozent deutlich stärker zulegten als die Exporte mit 0,3 Prozent. Am Arbeitsmarkt zeigte sich die ‌Erholung noch nicht – die Zahl der Beschäftigten ​stagnierte im Gesamtjahr 2025. 

(Reuters)